Das vom amerikanischen Verteidigungsministerium entwickelte Global Positioning System, kurz GPS, dient seit mehr als zehn Jahren auch im nichtmilitärischen Umfeld zur genauen Bestimmung von Zeit und Position. Basierend auf Radiosignalen, die von mehreren Satelliten gesendet werden, kann mittels eines GPS-Empfängers die genaue Position und Zeit berechnet werden.
Satellitensignale im zivilen und militärischen Einsatz
Ursprünglich wurde das GPS für militärische Zwecke entwickelt. Ein großer Vorteil hierbei war, dass das GPS Satellitendaten zur genauen Positionsbestimmung lediglich empfängt, nicht aber sendet und somit für den Feind verborgen blieb. Seit vielen Jahren wird es auch in zivilen Bereichen eingesetzt, so beispielsweise in Autonavigationssystemen, in der Luft- und Seefahrt sowie im Vermessungswesen. Von Satelliten ausgestrahlte Radiosignale bilden dabei die Voraussetzung für die genaue Bestimmung der Position. Diese Sender haben eine ungefähre Lebensdauer von 8 Jahren. Daher müssen immer wieder neue Satelliten in den Orbit entsendet werden. Da das GPS in den verschiedensten Bereichen von enormer Wichtigkeit ist, muss ein Ausfall unbedingt verhindert werden. Deswegen verbleiben immer mindestens 24 funktionsfähige Satelliten im Weltraum. Seit der Stationierung des ersten Satelliten im Jahre 1978 wurden diese stetig weiterentwickelt. Die vollständige Kontrolle des GPS unterliegt auch heute noch dem US-Militär. Fünf Bodenstationen überwachen die Satelliten und deren ordnungsgemäße Funktion.
Berechnung der Position aus Satellitendaten
Die vom Satelliten auf zwei unterschiedlichen Frequenzen gesendeten Signale können von einem mobilen Empfangsgerät verarbeitet werden. Basierend auf den Laufzeiten der Signale können damit die genaue Position, die Zeit und die Geschwindigkeit des Empfängers berechnet werden. Theoretisch benötigt man dazu die Radiosignale von drei Satelliten. Aufgrund unvermeidlicher Ungenauigkeiten der Empfängergeräte sind in der Praxis jedoch vier Satelliten zur genauen Berechnung der Position notwendig. Die auf der sogenannten L1-Frequenz gesendeten Daten beinhalten alle grundlegenden Funktionen zur genauen Bestimmung der Position und alle wichtigen Informationen zum Satelliten. Die in zwei unabhängigen Codes gesendeten Daten dienen zivilen Zwecken auf der einen und militärischen Zwecken auf der anderen Seite. Anhand der Informationen, die auf der L2-Frequenz gesendet werden, können Störungen minimiert und die Genauigkeit der Messung erhöht werden. An der Etablierung einer dritten Frequenz, die Daten zur Verminderung der Störungsanfälligkeit von Empfängern übertragen soll, wird schon seit mehreren Jahren gearbeitet.
GPS wird vielfältig eingesetzt
Das global in den unterschiedlichen zivilen und militärischen Bereichen genutzte GPS basiert auf der Verarbeitung von Radiosignalen, die von mehreren im Weltraum befindlichen Satelliten gesendet werden. Diese Signale werden auf unterschiedlichen Frequenzen übertragen und dienen der Bestimmung der Position, nicht aber der Ortung von Empfängern. Der Standpunkt des Empfängers kann aber aus den von vier verschiedenen Satelliten gesendeten Informationen sehr genau berechnet werden. Oft wird im zivilen Bereich ein bis auf 10 Meter genaues Ergebnis erreicht. Das Global Positioning System wurde ursprünglich für militärische Zwecke entwickelt, gewinnt aber im privaten Bereich immer mehr an Bedeutung.